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Monster im Schrank

 

Sie zitterte vor Angst. Bangend stand sie vor der Tür und wagte die Klinke nicht zu berühren, als ob das kalte Metall sie bei der ersten Berührung wie eine tödliche Spinne vergiften würde, die ihre Hand als potentielle Beute ansah.

Ihr Atem rasselte und weder der Gedanke noch das Gefühl nicht alleine zu sein beruhigte sie in irgendeiner Weise.

Wie ein Tier kroch ihr die Kälte den Rücken entlang und bewegte die kleinen Nackenhäärchen dazu sich langsam aufzustellen. Ihre Haut bekam eine Aschfahlen Farbton und das Muster der Adern trat unter der Haut hervor, als ob die aufgestellten Haare ihre Angst nicht schon genug verrieten.

Sie biss sich auf die Lippe um mit dem Schmerz die Furcht zu überlagern, presste die Augen ganz fest zusammen und atmetet noch einmal laut rasselnd ein.

Sie hielt die Luft an. Ihr Herz schlug wie wild immer schneller je näher sich ihre Hand nun auf die Klinke zu bewegte.

Sie fasste das kalte Metall, das sich fast beißend in ihre Hand fraß.

Die Kälte kroch ihr in die Eingeweide, die sich schmerzhaft verkrampften.

Mit einem Ruck drückte sie die Klinke herunter.

Zischend atmete sie aus und presste die Lippen und Augenlider noch fester zusammen als sie es eben schon getan hatte.

Langsam öffnete sie das eine Augen, dann das andere. Immer noch verkrampft und vor Angst zitternd stand sie da.

„Siehst du Kind, da ist kein Monster im Schrank.“

 

Das Kleine Tier


Es tönt in meinem Kopf. Da sitzt eine Stimme und sie redet mit mir, die ganze Zeit.

Sie schweigt nie und flüstert immer weiter und wird immer lauter. Immer mehr schenke ich ihr Glauben. Sie nagt und sagt und manchmal schreit sie sogar so laut, dass ich sie nicht mehr ertragen kann. Sei leise, sei leise, schrei ich immer wieder, doch sie hört nicht auf mich.

Sie widerspricht mir, leugnet meine Gefühle und schreit mich an, wenn ich nicht das tue, was sie will.

Oh, es schmerzt in meinem Kopf, ein Nagen, ein Sägen, ein Kreischen und es hört nicht auf, niemals.

Es schreit, es schreit so laut!

Ich werde es nicht los. Auch jetzt schreit sie, redet sie. Sie gibt erst Ruhe, wenn ich tot bin. Schweig bitte schweig oder du stirbst mit mir habe ihr angeboten, doch sie redet weiter, immer weiter.

Ich will nicht mehr, lass mich gehen, lass mich frei und schweig, schweig endlich. Ich kann nicht mehr, ich will nicht mehr, lass mich... bitte, bitte, bitte.


Nun. Ich möchte nun gehen. Ich bin tot und lebe doch. Schon einmal vom seelischen Tod gehört? Nun, der ist hier eingetreten. Leider, oder viel mehr besser ist es ja, dass ich nun da bin. Macht es gut und seit darauf gefasst, in jedem steckt etwas anderes.

Ein kleines Tier, das nagt, das sich windet, so wie ich und dich irgendwann findet.

Ich bin du...

 




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